Geriatrie

Ernährungstherapie in der Geriatrie
Bei etwa jedem fünften Senior besteht das Risiko einer Mangelernährung. Besonders gravierend ist die Situation in Altenheimen und Krankenhäusern:
Etwa 50% aller Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen1 und sogar bis zu 60%2,3 aller geriatrischen Patienten, die stationär aufgenommen werden, sind mangelernährt.

Oftmals verschlechtert sich der Ernährungszustand im Verlauf einer Erkrankung weiter. Die Gründe dafür sind vielfältig. Häufig führt die Krankheit selbst zu Appetitlosigkeit, erschwerter Nahrungsaufnahme oder einer schlechteren Resorption von Nährstoffen im Darm. Auch eine erforderliche medikamentöse Therapie, ein notwendiger chirurgischer Eingriff oder geistige Verwirrtheit können sich negativ auf den Ernährungsstatus auswirken. Ältere leiden zudem häufiger an Appetitlosigkeit. Daher fordern die neuesten Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechsel (European Society for Clinical Nutrition and Metabolism, kurz ESPEN), bei Mangelernährung frühzeitig mit der Ernährungstherapie zu beginnen.
Bei geriatrischen Patienten bedeutet das, im ersten Schritt ein Nutritional Risk Screening (NRS 2002) durchzuführen. Dieses gilt als verlässliches Instrument zur Einschätzung des Risikos einer Mangelernährung.
Liegt eine Mangelernährung vor, sollte im nächsten Schritt ein adäquates Ernährungskonzept aufgestellt werden.
Wir unterstützen Sie bei der Durchführung einer bedarfsgerechten Ernährungstherapie älterer Menschen mit Servicekonzepten wie Good Nutrition Practice (gnp®). Zudem bieten wir Ihnen verschiedene Servicematerialien, die Ihnen das Ernährungs-management Ihrer Patienten oder Bewohner erleichtern sollen.
Quellenangaben:
- The European Nutrition for Health Alliance, 2006, 1-14
- Donini LM et al. Aging Clin Exp Res 2004, 16: 132-138
- Pirlich M et al. Clin Nutr 2006, 25: 563-572